Autor: Yuval Noah Harari
Sprecher: Jürgen Holdorf
Spieldauer: 17 Std. und 2 Min.
Ungekürztes Hörbuch
Erscheinungsdatum: 09.09.2013
Sprache: Deutsch
Der Mensch: Das überschätzte Säugetier mit der Zerstörungswut „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari ist ein Hörbuch voller Wahrheiten, die sich sonst niemand auszusprechen traut. Sprecher Jürgen Holdorf hat damit kein Problem und sorgt dafür, dass Yuval Noah Hararis Werk ein unterhaltsames Feuerwerk bisher unbekannter Thesen ist.
Denn Harari nimmt uns mit zu den Ursprüngen des Homo Sapiens, als er vor rund 100'000 Jahren noch eine von vielen Tierrassen auf einem schönen Planeten war. Als sich diese Rasse rund 30'000 Jahre später rasant zum Herrscher über die Natur mausert, beginnt die Talfahrt der Erde. Erstmals wird in „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ der Mensch nicht als Held der Evolution gefeiert, sondern als Zerstörer entlarvt.
Allerdings nie mit erhobenem Zeigefinger. „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari baut vielmehr auf Fakten, Beispielen aus der Geschichte und neuesten Forschungs-Erkenntnissen auf. Eine lyrische Genugtuung für diejenigen, die dem Menschen an sich nicht über den Weg trauen.
Vor 100'000 Jahren war der Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit mindestens fünf weiteren menschlichen Spezies und die Rolle, die sie im Ökosystem spielten, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen.
Vor 70'000 Jahren (die Zeit der kognitive Revolution) dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herrn des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ. Es begann der Aufbau komplexer Strukturen, die wir heute Kulturen nennen. Der Mensch begann seinen Lebensraum auszudehnen, zuerst in den Nahen Osten und dann in den gesamten Eurasischen Raum, später per Boot auch nach Australien sowie Ozeanien. Bei der Ausdehnung seines Lebensraums verursachte der Jäger und Sammler ein grosses Artensterben insbesondere in der Tierwelt. Schon damals hielt der Homo sapiens den traurigen Rekord als dasjenige Lebewesen, welches das Aussterben der meisten Tier- und Pflanzenarten verantwortet.
Vernunft besteht darin, dass der Mensch nicht, wie das Tier, bloss der anschauenden Auffassung der Aussenwelt fähig ist, sondern aus dieser Allgemein-Begriffe (Universalien) zu abstrahieren vermag, welche er, um sie in seinem sinnlichen Bewusstsein fixieren und festhalten zu können, mit Worten bezeichnet und nun damit zahllose Kombinationen vornimmt, die zwar immer, wie auch die Begriffe, aus denen sie bestehen, auf die anschaulich erkannte Welt sich beziehen, jedoch eigentlich das ausmachen, was man denken nennt und wodurch die grossen Vorzüge des Menschengeschlechts vor allen übrigen möglich werden, nämlich Sprache, Besonnenheit, Rückblick auf das Vergangene, Sorge für das Künftige, Absicht, Vorsatz, planmässiges, gemeinsames Handeln vieler, Staat, Wissenschaft, Künste u.s.f. Alles dieses beruht auf der einzigen Fähigkeit, nicht-anschauliche, abstrakte, allgemeine Vorstellungen zu haben, die man Begriffe (d.i. Inbegriffe der Dinge) nennt, weil jeder derselben vieles Einzelne unter sich begreift. Dieser Fähigkeit entbehren die Tiere, selbst die allerklügsten: sie haben daher keine andere als anschauliche Vorstellungen, und erkennen demnach nur das gerade Gegenwärtige, leben allein in der Gegenwart. Die Motive, durch die ihr Wille bewegt wird, müssen daher allemal anschaulich und gegenwärtig sein. Hiervon aber ist die Folge, dass ihnen äusserst wenig Wahl gestattet ist, nämlich bloss zwischen dem ihrem beschränkten Gesichtskreise und Auffassungsvermögen anschaulich Vorliegenden und also in Zeit und Raum Gegenwärtigen, wovon nun das als Motiv stärkere ihren Willen sofort bestimmt; wodurch die Kausalität des Motivs hier sehr augenfällig wird. (Schopenhauer 1839/60, „Freiheit des Willens“ Seite 72/73)
Vermutlich entstand in der Evolution des Homo sapiens die Vernunft (sog. kognitive Revolution) vor ca. 70'000 Jahren in Ostafrika. Im Prinzip enspricht das der „Vertreibung des Menschen aus dem Garten Eden, dem Paradies2)“. Diese „Vertreibung“ könnte sich aber auch auf die Neolithische Revolution3) vor ca. 11'000 Jahren beziehen (Ft)
Luzern und Umgebung mit Pilatus und Rigi vor ca. 16'000 Jahren, am Ende der Würm-Kaltzeit von 115'000 bis 10'000 Jahre vor heute: nur ca. 640 Menschen-Generationen bis heute. Dieses Bild passt zum Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“. Der Luzerner Kunstmaler Ernst Hodel hat es 1927 für den Gletschergarten Luzern geschaffen unter der wissenschaftlichen Beratung/Anleitung von Prof. Dr. Albert Heim, Zürich, und Dr. h.c. Wilhelm Amrein-Küpfer.
Noam Chomsky (2012): Sternstunde Philosophie vom 28.10.2012, ab ca. 29:30 min
„Wir wissen nicht viel über die Evolution der Sprache, aber bekannt ist, dass dieser Entwicklungsschritt in der Evolutionsgeschichte erst vor kurzem und sehr rasch erfolgte, er muss daher sehr einfach gewesen sein. Alle Sprachen folgen exakt den gleichen Regeln. Aus der Sicht eines Marsbewohners sind alle Sprachen dasselbe. Es gibt zwar Unterschiede aber die sind nur oberflächlich. Grundsätzlich folgen die Sprachen den immer gleichen Regeln und die sind relativ einfach. Man weiss mit ziemlicher Sicherheit, dass sich die Sprachfähigkeit seit ca. 50'000 Jahren nicht mehr weiterentwickelt hat. Seit 50'000 Jahren ist also nichts Entscheidendes passiert. Geht man weitere 50'000 oder 100'000 Jahre zurück, findet man nichts woraus man auf das Vorhandensein einer Sprache schliessen könnte. Was immer auch passiert ist, muss sehr einfach gewesen sein: Eine kleine Veränderung des Gehirns.“
Autor: Gerhard Staguhn
Sprecher: Friedhelm Ptok
Spieldauer: 8 Std. und 57 Min.
Ungekürztes Hörbuch
Erscheinungsdatum: 22.03.2012
Sprache: Deutsch
Anbieter: Igel Records
Autor: Stefan Klein
Sprecher: Andreas Neumann
Spieldauer: 3 Std. und 39 Min.
Gekürztes Hörbuch
Erscheinungsdatum: 07.10.2014
Sprache: Deutsch
Anbieter: Argon Verlag
Autor: David Eagleman
Sprecher: Helge Heynold
Spieldauer: 5 Std. und 13 Min.
Gekürztes Hörbuch
Erscheinungsdatum: 21.03.2017
Sprache: Deutsch
Anbieter: Lagato Verlag
Nineteen Eighty-Four (auch 1984) ist ein dystopischer Science-Fiction-Roman und eine mahnende Erzählung des englischen Schriftstellers George Orwell. Es wurde am 8. Juni 1949 als Orwells neuntes und letztes zu Lebzeiten fertiggestelltes Buch veröffentlicht. Thematisch geht es um die Folgen des Totalitarismus, der Massenüberwachung und der repressiven Reglementierung von Menschen und Verhaltensweisen in der Gesellschaft. Orwell, ein demokratischer Sozialist, hat den autoritären Staat im Roman dem stalinistischen Russland und dem nationalsozialistischen Deutschland nachempfunden. Im weiteren Sinne untersucht der Roman die Rolle der Wahrheit und der Fakten in der Gesellschaft und die Möglichkeiten ihrer Manipulation.
Die Geschichte spielt in einer imaginären Zukunft im Jahr 1984, in der sich ein Großteil der Welt im ständigen Krieg befindet. Großbritannien, jetzt bekannt als Airstrip One, ist zu einer Provinz des totalitären Superstaates Ozeanien geworden, der von Big Brother, einem diktatorischen Führer, angeführt wird, der von einem intensiven Personenkult unterstützt wird, der von der Gedankenpolizei der Partei erzeugt wird. Mit Hilfe des Wahrheitsministeriums betreibt die Partei eine allgegenwärtige staatliche Überwachung, Geschichtsverneinung und ständige Propaganda, um Individualität und unabhängiges Denken zu unterdrücken.
1984 basierte hauptsächlich auf dem Kommunismus, denn das ist die vorherrschende Form des Totalitarismus, aber ich [George Orwell] versuchte mir vor allem vorzustellen, wie der Kommunismus aussehen würde, wenn er in den englischsprachigen Ländern fest verwurzelt und nicht mehr nur ein verlängerter Arm des russischen Außenministeriums wäre.
Der Protagonist, Winston Smith, ist ein fleißiger Mitarbeiter des Wahrheitsministeriums, der die Partei insgeheim hasst und von einer Rebellion träumt. Er führt ein verbotenes Tagebuch und beginnt eine Beziehung mit seiner Kollegin Julia, und sie erfahren von einer schattenhaften Widerstandsgruppe namens Bruderschaft. Ihr Kontakt zur Bruderschaft entpuppt sich jedoch als Parteiagent, und Smith wird verhaftet. Er wird monatelang vom Liebesministerium psychologisch manipuliert und gefoltert und kommt erst wieder frei, nachdem er den Großen Bruder lieben gelernt hat.
1984 ist ein klassisches literarisches Beispiel für politische und dystopische Literatur. Es hat auch den Begriff „Orwellian“ als Adjektiv populär gemacht, und viele der im Roman verwendeten Begriffe sind in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen, darunter „Big Brother“, „doublethink“, „Gedankenpolizei“, „Gedankenverbrechen“, „Newspeak“ und „2 + 2 = 5“. Es wurden Parallelen zwischen der Thematik des Romans und realen Fällen von Totalitarismus, Massenüberwachung und Verstößen gegen die Meinungsfreiheit gezogen. Orwell beschrieb sein Buch als eine „Satire“ und eine Darstellung der „Perversionen, denen eine zentralisierte Wirtschaft unterliegt“, während er gleichzeitig erklärte, dass er glaubte, „dass etwas, das dem ähnelt, eintreffen könnte. „Die Zeitschrift Time nahm den Roman in ihre Liste der 100 besten englischsprachigen Romane von 1923 bis 2005 auf, und er wurde in die Liste der 100 besten Romane der Modern Library aufgenommen, wo er Platz 13 auf der Liste der Herausgeber und Platz 6 auf der Liste der Leser erreichte. Im Jahr 2003 wurde er auf Platz 8 der Umfrage The Big Read der BBC aufgeführt.